Geschichte der Ölmühle

Ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Ölmühle Wern im Laufe der letzten 180 Jahre

  • Ölmühle Wern

    Die Mühle wurde 1841 erbaut. Dieser erste Gebäudeteil beherbergte aber lediglich die Mühleneinrichtung. Ab dem Jahre 1852 wurden nach und nach Stallungen und ein Wohnhaus hinzugefügt. Nach weiteren Umbaumaßnahmen erhielt das Gebäude bereits 1877 seine heutige Form.

  • Wasserrecht

    Der Antrieb der Ölmühle wurde seit Gründung im Jahre 1841 durch Wasserkraft bewirkt. Um die für den Betrieb der Mühlen notwendige Wasserkraft zu ralisieren, musste ein Wasserrecht beantragt werden. Diese Anlage besteht auch heute noch und ist noch immer funktionsfähig.

  • Historische Ölgewinnung

    In der Ölmühle Wern wurden als Ölfrüchte Raps, Mohn und in den Kriegsjahren Buchecker verarbeitet. Es fand nicht, wie oftmals angenommen und auch in Getreidemühlen üblich, ein Mahlvorgang statt, sondern durch Quetschen der Früchte wurde ein Öffnen der Fruchtschale bewirkt.

Impressionen

Ein kleiner Einblick in die historische Ölmühle:

Einige Daten im Überblick

Wichtige Stationen in der Geschichte der Ölmühle Wern:

1841 Bau einer Getreidemühle
1856 Erweiterung um eine Ölmühle
1923 Erneuerung der Ölmühle
1959 Schließung der Mühle
1990 Mühle als Museum

Familie und wirtschaftliche Bedeutung

Nicht nur die Mühle, sondern auch die Familie Wern blickt auf eine lange Geschichte im Ostertal zurück.

  • Familie Wern

    Die Vorfahren der Familie Wern wanderten in der Mitte des 17. Jahrhunderts aus Saanen (Berner Oberland, Schweiz) in unsere Gegend ein. Die Grafen von Nassau-Saarbrücken versuchten, durch solche Anwerbungen aus den unterschiedlichsten Ländern Mitteleuropas die durch den 30-jährigen Krieg verwüsteten Gebiete wieder neu zu besiedeln. Die Familie Wern lebt inzwischen seit über 300 Jahren in Fürth.

  • Wirtschaftliche Bedeutung

    Besonders im und nach dem Zweiten Weltkrieg war die Ölmühle Wern als Versorgungsmühle von besonderer Bedeutung für die Bevölkerung. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war die Mühle Wern die größte Ölmühle an der Saar und versorgte 55 Prozent des saarländischen Marktes. Erst nach der wirtschaftlichen Rückgliederung an die BRD änderte sich die Bedeutung der Mühle.

  • Schließung

    Die in den fünfziger Jahren sich immer mehr verbreitende Schneckenpressentechnik mit ihren Kostenvorteilen gegenüber der in der Mühle Wern vorhandenen Stempelpressentechnik führte 1959 zur Schließung der Ölmühle. Auch verschmähten immer mehr Verbraucher das in Kaltpressung produzierte, jedoch gesündere Öl kleiner Mühlen wegen seines leicht bitteren Geschmacks. So wurde der Betrieb unwirtschaftlich.

Museale Einrichtung und Gastronomie

Eine perfekte Ergänzung

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